SEO-Potentiale beim Erstellen von mobilen Webseiten nutzen

Die Welt hat sich bereits an omnipräsente Datenverfügbarkeit mit einer immer größer werdenden Vielfalt an Endgeräten und schneller werdenden Internetverbindungen gewöhnt. Diese Daten werden über diverse Apps und natürlich auch über Webseiten zur Verfügung gestellt. Doch nur wer als Webseitenbetreiber eine mobil nutzbare Version seines Angebotes zur Verfügung stellt, wie die von uns (mediaworx berlin AG) umgesetzte Webseite des Maschinenbauunternehmens Arburg, wird zukünftig vom Nutzerstrom profitieren. Dieser kommt u.a. von Suchmaschinen, die wiederum deren Nutzern, wie es immer so schön heißt, „ein optimales Nutzungserlebnis“ bieten wollen. Dass mobile Webseiten auch für Suchmaschinen immer wichtiger werden zeigen die letzten Anpassungen und Test in den Suchergebnissen von Google. Zum Beispiel waren da die mobile SERP Icons, von denen wir berichteten, der jüngst den Webmaster Tools hinzugefügte Punkt „Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ oder auch der Hinweis, wenn eine Webseite die Inhalte nur per Flash zur Verfügung stellt. Um eine Webseite für mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen und dabei gleichzeitig einen maximalen Profit für SEO zu generieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen wir Euch hier einige näher vorstellen möchten.

Responsive Design - Arburg
Abb.1: Responsives Design am Beispiel der Website des Spritzgußmaschinenherstellers Arburg

Methoden mobile optimierte Webseiten zur Verfügung zu stellen

Da die verfügbare sichtbare Fläche bei mobilen Endgeräten meist viel kleiner ist, als die eines Desktop-/Laptop-Bildschirms (siehe Arburg-Case), sollte das Layout entsprechend angepasst werden. Das heißt, dass vor allem eine für mobile Zugriffe optimierte CSS-Datei vorhanden sein sollte und ein Konzept für die Anzeige bzw. Nichtanzeige von bestimmten Elementen, damit die Conversion möglichst hoch gehalten werden kann. Vor allem muss jedoch die Frage beantwortet werden, wie diese für mobile Endgeräte optimierte Webseite Nutzern zugänglich gemacht wird. 2 Möglichkeiten bieten sich hierfür an – Das zur Verfügung von responsiven Inhalten unter exakt der gleichen URL, wie bei der Desktop-Variante oder eine mobile Subdomain wie m.example.com.

1. Responsive Design

Bei responsiven Inhalten erfolgt die Aussteuerung des Inhalts entweder über eine Erkennung der Bildschirmbreite und –höhe oder über eine Device-Erkennung, die den Zugriff über bspw. Tablets oder Smartphones erkennt. Diese beiden Technologien können bei Bedarf auch clever kombiniert werden. Der Vorteil beim Responsive Design ist, dass keine zusätzlichen URLs erzeugt werden. Dadurch sinkt u.U. die Wahrscheinlichkeit Fehler bei inhaltlichen oder technischen Anpassungen zu machen. Auch der Crawler muss nur 1 URL crawlen und das wirkt sich positiv auf SEO aus. Jedoch muss man acht darauf geben, ob und wie man bestimmte Inhalte ausspielt, die auf der Desktop Version zu sehen sind und für mobil surfende Nutzer nicht, oder besser, auf andere Art angezeigt werden. Dabei könnte man sich an die entsprechenden Richtlinien für Webmaster halten oder Best Practice Beispiele suchen.

2. Mobile Subdomain

Die Anzeige von Inhalten unter einer Subdomain ist ein weiterer Weg, um über Auflösung oder Device-Erkennung Inhalte optimiert auszuspielen. Hierbei werden allerdings neue URLs generiert, die vor allem Duplicate Content erzeugen. SEO-seitig ist deshalb vor allem zu beachten, dass die mobile Version immer einen canonical zu der Desktop-Variante enthält, damit nur eine Version indexiert wird. Je nach Anforderung kann der canonical natürlich auch auf der Desktop-Variante eingebunden werden, jedoch niemals auf beiden Versionen! Zusätzlich ist die Anpassung des HTTP Vary Headers nötig, der angibt, dass eine Ausspielung des Content anhand des User-Agents erfolgt und die Implementierung eines Tags in den HTML-Head Bereich, der angibt, dass es eine mobile Version des aufgerufenen Dokumentes gibt.

Vary-Header für mobile Webseiten
Abb.2: Beim Prüfen des HTTP Headers erkennt man ob der Inhalt in Abhängigkeit vom User Agent ausgespielt wird

Insgesamt gibt es also viele potentielle Fehlerquellen, die dazu führen können, dass eine Suchmaschine wie Google die bereitgestellten Inhalte nicht optimal versteht.

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Länge von title und description

Nicht nur über die Webseite selbst stellt eine Suchmaschine besondere Bedingungen an Webseiten, sondern auch über ihre Meta-Angaben. So sieht eine Suchergebnisseite (SERP) auf Smartphones anders aus als auf dem Desktop und daran müssen auch title und description angepasst werden.

für mobile und Desktop optimiertes Snippet
Abb.3: Kriterien für ein auf Desktop und Mobile optimiertes Snippet

während auf der Desktop-SERP 512px für den title zur Verfügung stehen, können es auf mobilen SERPs mehr sein und der title kann auch mehrzeilig angezeigt werden. Allerdings muss man mobile SERPs Zeichen-Einsparungen bei der description hinnehmen. Da diese Angaben nur von einer Version (entweder mobile oder Desktop-Webseite) angegeben und genutzt werden, muss man darauf achten wo jeweils die Angabe der Call to Action erfolgt, wie bereits auf augmention.de festgestellt wurde.

Ladezeit – ein wichtiger Faktor für mobile

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Ladezeit einer Webseite, wie wir vor kurzem erläutert haben. Neben diversen Optimierungsmöglichkeiten, die direkt an den Objekten selbst vorgenommen werden, gibt es weitere Möglichkeiten, die direkt im Quelltext umgesetzt werden können. Bspw. können Bilder in verschiedenen Formaten und abhängig von der Auflösung per HTML 5 hinterlegt werden. Der Browser entscheidet dann selbstständig, je nachdem wie viele Pixel zur Verfügung stehen, welches Bild geladen wird.

Ladezeit für mobile Geräte optimieren
Abb.4: Ladezeit für mobile Geräte mit Google PageSpeed optimieren

Wozu der Aufwand?

Aufgrund von vielen unterschiedlichen Endgeräten, auf denen sich Webseiten angesehen werden, ist es bereits heute wichtig sich mit aktuellen Themen in der Webentwicklung zu beschäftigen und diese umzusetzen. Die Auswahl der Geräte wird künftig eher größer als kleiner und so sind auch diverse (Betriebs-)Systeme und der Anwendungshintergrund zu beachten. Auf mobilen Endgeräten müssen nach aktueller Einschätzung die wichtigsten Infos schnell zur Verfügung stehen. Aber auch das kann sich ändern – bspw. dann wenn immer mehr Menschen über mobile Geräte etwas abschließen wollen. Dann kommen Formulare oder aussagekräftige Grafiken in Spiel. Für jeden Fall muss man bereits heute gerüstet sein, um eine gute Nutzererfahrung zu gewährleisten, was sich wiederum gut auf das Ranking in Suchmaschinen auswirken kann.

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Danny Behne
Danny Behne () ist als SEO Consultant mit für den Auf- und Ausbau der SEO- & Online-Marketing-Strategien innerhalb der mediaworx berlin AG verantwortlich. Trotz oder vor allem wegen seines Daseins als Vollblut SEO, ist er ein Gedankenspieler der gerne auch mal eine Kamera in die Hand nimmt.
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