Studie: Die (un)beliebtesten Versicherungen 2016

un-beliebtesten versicherungen 2016

In Deutschland gibt es heute weit über 200 verschiedene Versicherungsprodukte. Es wird niemanden überraschen, dass des Deutschen liebsten Versicherungen weiterhin KFZ-, Haftpflicht- und private Krankenversicherung sind. Aber wussten Sie welche Versicherungen über das letzte Jahr prozentual beliebter bzw. unbeliebter geworden sind? Wir haben über 200 verschiedene Versicherungsprodukte über die letzten zwei Jahre hinsichtlich ihrer Beliebtheit im Netz untersucht und verraten, welche Potentiale es auf dem Markt gibt.

Was wurde untersucht?

Wir haben die „Beliebtheit“ von über 200 Versicherungsprodukten im Laufe der letzten zwei Jahre untersucht. Die Beliebtheit spiegelt die Anzahl monatlicher Suchanfragen eines Versicherungsprodukts bei Google wieder. Beispiel: Wurde eine Privathaftpflicht von August 2014 bis Juli 2015 4.400 mal monatlich gesucht, ist das Suchvolumen in den darauf folgenden 12 Monaten auf 6.600 gestiegen, was eine prozentuale Zunahme von 50% ausmacht. Gleichermaßen wurden die Versicherungen mit der prozentual höchsten Abnahme identifiziert – die „unbeliebtesten Versicherungen“.


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Die 10 beliebtesten Versicherungen 2016

#VersicherungProzentuale Zunahme
1Drohnenversicherung255%
2Deutschland RENTE126%
3Elementarversicherung125%
4Reparaturversicherung120%
5Motorrad-Versicherung86%
6Teilkaskoversicherung81%
7Gewerberechtsschutz55%
8Tierhalterhaftpflichtversicherung51%
9Privathaftpflicht50%
10Keyman Versicherung28%

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Platz 1: Die Drohnenversicherung
drohnenversicherung 2016
Abb. 01: Drohnenversicherung als Gewinner 2016

Drohnen und Quadrocopter sind seit 2014 ein gehyptes Thema. Im Zuge dessen werden auch entsprechende Drohnenversicherungen angeboten – zumal hierfür in bestimmten Fällen sogar eine Versicherungspflicht besteht. Untersucht man die Top 20 Google-Suchergebnisse dazu, stellt man allerdings fest, dass klassische Versicherer sich kaum in diesem Umfeld positioniert haben.


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Die 10 unbeliebtesten Versicherungen 2016

#VersicherungProzentuale Abnahme
1Englische Lebensversicherung-56%
2Vermögensschadenhaftpflicht-45%
3Unfallversicherung für Kinder-45%
4Krankenzusatzversicherung für Kinder-44%
5Insassenunfallversicherung-41%
6IT Haftpflichtversicherung-35%
7Pflege-Bahr-34%
8Vorsorge Zusatzversicherung-33%
9Vereinshaftpflicht-33%
10Verkehrsrechtsschutzversicherung-33%

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Schlusslicht: Englische Lebensversicherung

englische lebensversicherung 2016
Abb. 02: Englische Lebensversicherung als Verlierer 2016

Die Englische Lebensversicherung, auch Britische Lebensversicherung genannt, ist wie der Name schon sagt ein Versicherungsprodukt aus Großbritannien, das im europäischen Binnenmarkt verfügbar ist. Da das Interesse für die Englische Lebensversicherung schon seit Jahren stark schwankt, ist es nicht 100% eindeutig, worauf der Sturz zurückzuführen ist. Allerdings stellt man fest, dass das Produkt seit dem Brexit selten so weit unten auf der Beliebtheitsskala war, wie in den letzten Monaten. Mit einer positiven Entwicklung ist nicht mehr zu rechnen.

Allgemein gesunkenes Versicherungsinteresse

Insgesamt liegt die Nachfrage der Deutschen – bezogen auf die über 200 ausgewählten Versicherungen – jährlich bei ca. 1,5 Mio Online-Suchanfragen. Von 2015 bis 2016 ist jedoch ein Gesamtrückgang von ca. 4% zu verzeichnen.
Wie aber kann das sein, wenn doch die beliebten Versicherungen prozentual mehr zunehmen, als die unbeliebten abnehmen? Das liegt vor allem daran, dass Versicherungsklassiker wie KFZ- (-18%), Gebäude- (-18%), Renten- (-17%) und Berufsunfähigkeitsversicherung (-18%) weniger gesucht werden. Aufgrund ihres Volumens fallen diese umso schwerer ins Gewicht als gestiegene Nischenversicherungen, wie etwa Drohnenversicherung (+255%) oder Reparaturversicherung (+120%).

suchanfragen versicherungen 2015-2016
Abb. 03: Im vergangenen Jahr gab es weniger Suchanfragen nach Versicherungen

Fazit: Nischen-Pionier werden

Der Markt für klassische Versicherungen ist weitestgehend gesättigt. Dementsprechend stagniert das Interesse für diese Produkte seit Längerem. Stattdessen gilt es Nischen mit viel Aufwind zu identifizieren. Wer frühzeitig derartige Nischen entdeckt, kann mit wenig Aufwand einen kleinen Markt für sich besetzen. Wie aber wird man Nischen-Pionier? Oder mit anderen Worten: Wie findet man eine aufstrebende Nische möglichst frühzeitig?

Hier am Beispiel der Drohnenversicherung:

  1. Früheste Phase 
    Drohnen-Markt für den privaten Gebrauch wächst in den USA
  2. Frühe Phase
    Es gibt in den Staaten die erste Drohnenversicherung
    Markt für Drohnen wächst in Deutschland
    Gesetzgeber und Medien diskutieren über ausgehende Gefahr von Drohnen
  3. Mittlere Phase
    Drohnen-Verkäufer bieten erste freiwillige Versicherungen für Drohnen an
  4. Späte Phase
    Versicherungspflicht für Drohnen wird von Gesetzgeber verordnet und u.U. sogar medial kommuniziert
  5. Späteste Phase
    Andere Versicherer bieten Drohnenversicherungen an

Zusammengefasst geht es darum Trends möglichst früh zu erkennen und das Potential richtig abzuschätzen. Wer also Infos aus Politik, Staat, Medien und Vorreiter-Ländern aufmerksam verfolgt, hat beste Chancen Pionier einer interessanten Nische zu werden.

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Marcus Krautkrämer
Marcus Krautkrämer () ist als Digital Consultant für den Auf- und Ausbau der SEO- & Digital-Strategien innerhalb der mediaworx berlin AG verantwortlich. Im Fokus seiner Recherchen stehen die Themen Versicherungen und Finanzen.
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5 Kommentare
  • […] Veränderungen einiger Versicherungsprodukte lassen sich nur erahnen. Wie bereits in unserer Studie von 2016, verzeichnet die Drohnenversicherung (+125%) ein enormes Wachstum, was sicherlich mit dem […]

  • […] wurden 25 Versicherer mit KFZ-Versicherung, 14 Versicherer ohne KFZ-Versicherung und acht weit verbreitete Versicherungsprodukte (Rechtsschutz, Zahnzusatz, Haftpflicht, etc.) für unsere Auswertung herangezogen. Die Versicherer […]

  • […] „Wir haben die „Beliebtheit“ von über 200 Versicherungsprodukten im Laufe der letzten zwei Jahre untersucht. Die Beliebtheit spiegelt die Anzahl monatlicher Suchanfragen eines Versicherungsprodukts bei Google wieder. Beispiel: Wurde eine Privathaftpflicht von August 2014 bis Juli 2015 4.400 mal monatlich gesucht, ist das Suchvolumen in den darauf folgenden 12 Monaten auf 6.600 gestiegen, was eine prozentuale Zunahme von 50% ausmacht. Gleichermaßen wurden die Versicherungen mit der prozentual höchsten Abnahme identifiziert – die unbeliebtesten Versicherungen.“, schreibt die Agentur in ihrem Blog SECouch.de. […]

  • 6 Sep 2016 at 03:30

    […] Danach googelt der Kunde Immer häufiger suchen die Leute bei Google nach Versicherungs-Begriffen wie „Drohnenversicherung“, „Deutschland RENTE“ oder „Elementarversicherung“. Uninteressant wurden dagegen die „Englische Lebensversicherung“, die „Vermögensschadenhaftpflicht“ oder die „Unfallversicherung für Kinder“. Das zeigt eine Auswertung der SEOCouch. […]

  • 2 Sep 2016 at 14:39

    […] SEOCouch.de/mediaworx berlin AG […]

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